Verein zur Förderung der Mensch-Tier-Beziehung e.V.

      euer-unser-mein REX       







Mein letzter Dialog mit REX:

(von U. Link-Dorner)

Ich fragte ihn an diesem Morgen: wie geht es dir?
Er antwortete: und wie geht es dir ?
Ich sagte: Hokahe ( = indianisch: heute ist ein guter Tag zum Sterben )
Er fragte nach: Bist du sicher, dass du heute bereit dafür bist, mich in Frieden gehen zu lassen.
Ich sagte: ich habe es dir versprochen. Die Sonne scheint, der 20. Mai ist ein schönes Datum und ich glaube, es wird keinen besseren Tag für dich zum Sterben geben
Er blinzelte mich nochmals fragend an: bist du sicher, ich würde dir zu Liebe auch hoch ein paar Tage durchhalten und versuchen, einen Happen runter zu bekommen.
Ich:  Danke auch ich würde aus Liebe zu dir fast alles tun und darum rufe ich jetzt die Tierärztin und wir alle bleiben hier an deinem Lieblingsplatz mit dir zusammen bis du zur Ruhe gekommen bist.

Am 20. Mai 2008 um 13:00 Uhr ging mein Wolfs-Schäferhund-Mix REX über die     Regen-bogenbrücke. Sein ca. 13 Jahre alter Körper war zuletzt völlig verkrebst. Und ich hatte ihm immer versprochen, sein Leiden nicht durch aussichtslose       Operationen zu verlängern und daß er in Würde sterben dürfte. Ich glaube, sein Leben als Vereinshund auf einer Kinder-Tier-Ranch hat ihm viel Freude               gemacht; die unzähligen Kinderhände, die sein dichtes Fell streichelten und ab und zu, ein Würstchen fallen ließen....                                                                         
Es gibt viele Menschen, die nach dem Tod ihres Tieres sagen, daß sie das nicht mehr erleben und daher keinen „neuen“ Hund haben möchten. Ich persönlich   empfinde anders: Ich hätte unendlich viel versäumt, wenn wir uns niemals          kennen gelernt und wenn wir nicht eine endliche  Zeit – bis zum  Tod-             miteinander  geteilt hätten. Und daher wird in Zukunft irgendwann wieder ein älterer Hund mein Begleiter sein – bis zu seinem oder meinem Tod     !           
                                                                                                     (Ulrike Link-Dorner )

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V


Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.

Ich bin die tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht aus reifendem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Ich bin der Morgentau.
Wenn Du aufwachst in des Morgens Stille,
bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug.
Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.

Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich bin nicht tot.
Ich warte bis ihr meine Lieben alle bei mir seid.

Bis dahin gebt eure Liebe alle anderen Geschöpfen.
So wie ich sie bekommen hab.
                                                               (altes Gebet der Hopi Indianer)







Wenn es soweit ist
 
Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält ständig mich wach -
Was Du dann tun musst - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.
 
Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
Muss Deine Freundschaft das Schwerste besteh'n.
 
Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss ? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
 
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
 
Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
 
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf ruhig sein, dass Dein Herz um mich weint.
                                                                             (Autor unbekannt )










euer- unser-mein PUCKI




In Gedenken an PUCKI

Jetzt hast du’s geschafft, du tapferes Eselchen.

Bis zuletzt hattest du so viel Neugierde und Schalm in Nacken, bist den Stuten nachgerannt, hast dich in die versehentlich offen stehende Sattelkammer gestohlen, um dort Leckereien zu verdrücken, bist in die Halle gelaufen, um dich zu wälzen, hast mit verbei kommenden Menschen geschmust und bist vor denen weg gerannt, die an dir rum manipulieren wollten. Bis zuletzt hattest du einen so starken Willen und hast dir kaum anmerken lassen, wie unangenehm dieser, dein eigener Körper für dich war.

Ich vermisse dich so sehr und heule wie ein Schlosshund und schäme mich um keine meiner Tränen, denn du bist jede wert.

Hoffentlich hast du unter all den vielen, die schon drüben sind, deinen Freund SMOCKY gefunden  und ihr tobt wieder gemeinsam, wie ihr es früher auf unseren Koppeln getan habt.