Verein zur Förderung der Mensch-Tier-Beziehung e.V.

Woran man die Qualität einer Reitschule erkennen kann


Es wird in kleinen Gruppen unterrichtet.

Es herrscht ein positives angenehmes Klima.

Der Reitlehrer lobt viel und schaut nicht nur auf die Fehler - vor allem schreit er nicht.

Der Reitlehrer geht auf den einzelnen Reitschüler ein.

Der Unterricht wird von qualifizierten Reitlehrern erteilt, die auch pädagogisches Geschick im Umgang mit Menschen haben und nicht nur gute Reiter sind. 

Die Pferde werden nicht fertig gesattelt hingestellt und das Kind darf auch Aufgaben mit dem Pferd vom Boden aus machen z.B. Hufekratzen, Striegeln…

Jedes Pferd sollte seinen eigenen Sattel, eigenes Zaumzeug und Putzzeug haben, um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern.

Der Reitlehrer achtet stets auch aufs Wohl der Pferde und nimmt z.B. auch einmal ein Pferd vorzeitig aus dem Unterricht, wenn es schwächelt.

Keines der eingesetzten Pferde wirkt müde oder überlastet. Die Pferde wirken entspannt bzw. gechillt (schaut ihnen in die Augen, achtet auf ihre Kopfhaltung).

Die Pferde scheuen nicht bei einem ungewöhnlichen Geräusch und bleiben gelassen.

Die Pferde werden artgerecht gehalten, im Offenstall mit Herdenverband. Sie werden niemals in Einzelboxen oder Innenboxen ohne Tageslicht gehalten.

Es passieren wenige Reitunfälle.

Der Unterricht ist abwechslungsreich, da gibt es auch einmal Spiele auf und mit dem Pferd.

Der Reitlehrer vermittelt euch auch theoretisches Wissen über die Wesen des Pferdes.

Und es herrscht kein Leistungsdruck und Konkurenzdenken unter den Reitschülern.

Schöne Geländeritte machen zu können und nicht die Teilnahme an stressigen Turnieren ist Ziel des Reitunterrichts.

Geflochtene Pferdemähnen oder zusammen gebundene Schweifhaare findet man eher selten, denn die offenen Haare braucht das Pferd zur Abwehr von Fliegen oder Bremsen.

Zum Loben wird nicht auf dem Pferd rum geklopft sondern gestreichelt und gekrault, so wie das Pferde, die sich mögen, untereinander tun.

Es wird nicht am Pferdemaul oder über die Augen gestreichelt, denn das erleben Pferde als Fluchttiere als Behinderung

Die Pferde werden nicht mit Ausbindern in eine unnatürliche Haltung gezwängt – das führt zu Verspannungen, macht dem Fluchttier Pferd Angst und verhindert, dass es sich ausbalancieren kann.

Eine Gerte oder Peitsche zur Korrektur des Pferdes kommt genauso wenig zum Einsatz wie  Sporen beim Reiten, denn das bedeutet Schmerz fürs Tier.

Das Pferd hat kein Gebiss im Maul. Denn das ist ein großer Störfaktor für das Pferd, wenn es atmen möchte. Denn atmen und schlucken kann niemand gleichzeitig. Probieren Sie es selbst einmal zu atmen mit einem Fremdkörper im Mund.

Außerdem erhöhen Gebisse im Pferdemaul das Risiko eins Unfalls, denn wenn ein erschreckter Reitschüler daran zieht, wird dem Pferd großer Schmerz zufügt und es könnte sich selbst erschrecken. 

Die Reitschüler lachen und strahlen - keiner wirkt gestresst oder unglücklich. 

Zum Abschluss des Reitunterrichts verabschiedet und bedankt man sich bei den Pferden.